Am 25. Oktober werden die Uhren wieder zurückgestellt, und plötzlich kommt man nach der Arbeit im Dunkeln nach Hause. Der Schlüssel sucht das Schloss, die Treppe zum Keller wird zur Tastpartie, und im Flur tastet man nach dem Schalter. Genau hier spielen LEDs mit Bewegungsmelder ihre Stärke aus. Sie schalten sich ein, wenn jemand kommt, und gehen wieder aus, wenn niemand mehr da ist. Ich nutze sie seit Jahren an mehreren Stellen im Haus und möchte hier zusammenfassen, worauf es ankommt.
Hauseingang und Außenbereich
Draußen zählt vor allem, dass die Leuchte wetterfest ist. Achtet auf die Schutzart: IP44 ist für geschützte Stellen unter einem Vordach das Minimum, an offenen Wänden darf es gern IP54 oder mehr sein. Die Lichtfarbe sollte warmweiß sein, also etwa 2700 bis 3000 Kelvin. Kaltweißes Licht wirkt vor der Haustür schnell ungemütlich und blendet.
Bei den Sensoren gibt es zwei gängige Typen. Passiv-Infrarot-Melder reagieren auf Wärmebewegung und sind für draußen meist die bessere Wahl. Hochfrequenz- oder Radarsensoren erfassen Bewegung auch durch dünne Materialien hindurch, lösen dafür aber manchmal aus, wenn sich hinter einer Wand etwas tut. Wichtig ist die Einstellung: Reichweite so wählen, dass nicht jedes vorbeifahrende Auto oder die Nachbarskatze das Licht anschaltet, und einen Dämmerungsschalter aktivieren, damit die Leuchte tagsüber aus bleibt. Eine Nachlaufzeit von etwa einer Minute reicht meistens, um Schlüssel zu finden und die Tür aufzuschließen.
Wer keinen Stromanschluss an der richtigen Stelle hat, kann zu Solarleuchten mit Sensor greifen. Im Herbst und Winter liefern die kleinen Module allerdings deutlich weniger Energie. Für den Weg zur Mülltonne reicht das oft, als Hauptbeleuchtung am Eingang eher nicht.
Flur, Treppe und Keller
Drinnen sind Bewegungsmelder vor allem dort praktisch, wo man mit vollen Händen unterwegs ist. Im Keller mit dem Wäschekorb, auf der Treppe mit der Einkaufstasche, im Flur nachts auf dem Weg ins Bad. Für die Nacht haben sich LED-Leisten oder kleine Orientierungsleuchten in Bodennähe bewährt. Sie leuchten gedämpft, blenden nicht und reichen völlig aus, um sicher zu gehen, ohne das ganze Haus hell zu machen. Batteriebetriebene Varianten lassen sich ohne Bohren und Elektriker anbringen.
Im Keller oder in der Garage kann dagegen ruhig helles, neutralweißes Licht zum Einsatz kommen. Hier will man sehen, was im Regal steht. Deckenleuchten mit integriertem Sensor ersetzen die alte Glühbirne meist direkt an derselben Stelle.
Ein Hinweis zum Schluss: Arbeiten an der festen Hausinstallation gehören in die Hand einer Elektrofachkraft. Steckerfertige und batteriebetriebene Leuchten sind dagegen ein einfacher Weg, die dunkle Jahreszeit ein bisschen heller zu machen, und das mit sehr wenig Strom.

